Häufig wird bereits in einem Ermittlungsverfahren zur Identifizierung des Beschuldigten eine Wahllichtbildvorlage gemacht und diese dem Geschädigten vorgelegt. Ist sich der Geschädigte i.R.d. Wahllichtbildvorlage nicht zu 100% sicher ob er den Angeklagten wiedererkennt, identifiziert er ihn aber in einer mit deutlichem zeitlichem Abstand zur Wahllichtbildvorlage durchgeführten Hauptverhandlung zu 100% als den Täter, dann sind besondere Anforderungen an die Beweiswürdigung des Gerichtes zu stellen. In diesem Kontext ist auch der OLG Düsseldorf, Beschl. v. 27.01.2016 – 3 RVs 9/16 zu sehen. Der Senat hob die Entscheidung des Amtsgerichts auf und führte wie folgt aus: